Innovation:
Vorwort:
Als Leiter der Demenzpflege Riedlingen und Dozent für pflegeorientierte und sozialwissenschaftliche Kommunikation habe ich auf Grund meiner langjährigen Berufspraxis und meinen biographischen Erfahrungswerten mit zwei behinderten Geschwistern das Lehrprinzip der Emot-ionspflege entwickelt. Bestimmte Erkran-kungen und Behinderungen wirken sich neben körperlichen Symptomen oft in der veränderten Wahrnehmung des Betroff-enen aus. Diese veränderte Wahrnehmung, entfremdet unsere Welten, Werte und Nor-men oft für den Betroffenen und spiegelt meist eine hilflose Ohnmacht bei den Angehörigen wieder.
In meiner Pflegepraxis habe ich über die Jahre erkannt, dass wir den Anderwelten dieser Menschen erst dann mit Pflege begegnen können, wenn wir bereit sind unsere Wahrnehmung und unser Handeln zu prüfen und zu verändern. Pflege für die Symptome und Für - und Vorsorge für die Seele des Betroffenen , in der Gleichstellung der Aufmerksamkeit für den Angehörigen , die Familie und den Freundeskreis.
In der Erweiterung der Emotionspflege steht das Notfall- und Lotsensystem, welches in seiner praktischen Anwendung den Ange-hörigen entlastend unterstützt und den Betroffenen aktiv hilft. Das Grundprinzip des Lotsensystems nimmt die Problematiken , aber auch die Ressourcen rund um diese Anderwelten wahr und der Demenzlotse steht in Zukunft beratend , überleitend , fürsorgend und mit menschlicher Fachkompetenz ihnen zur Verfügung.
Im Gedanke des überinstitutionellen Handels zwischen den Lotsen und den Institutionen, erhoffe ich, dass für die Zukunft den Ander-ländern mit offenen Türen und Herzen be-gegnet wird.
Ein herzliches Dankeschön richte ich an dieser Stelle an Herrn Josef Martin, Vorsitzender des Kreisverbandes PARITÄT und der Seniorenge-nossenschaft Riedlingen e.V. und an die Schul-leiterin der igw-Gesellschaft für Gerontolo-gische Weiterbildung , Frau Anne Magin -Kaiser.
Herzlichst Ihr
Michael Wissussek