ABENDSTERN ethereal chamber music
Ali Angerer electric dulcimer, cithar, composition
Christian Bakanic accordion, synthesizer, cajon
Dietmar Hollinetz double bass, loops
Bernhard Schimpelsberger drums, percussions
Members of ABENDSTERN participated at International Jazzfestivals: Wiesen, Saalfelden, Wien, Graz, Inntöne Festival, Wels (AUT), London, Cheltenham (GB), Le Mans (FRA) , Toulouse (FRA), Moskau (SU), Krakau (PL), Helsinki (SF), Bratislava (SK), Algier (ALG), Tarbarka (TUN),Trencin (SLO),Tokio (JPN), Chicago (USA), Iceland, Hong Kong, Zanzibar, Dar el Salaam (TNS), ....
Akkordeon, Hackbrett und Kontrabass - DIE Instrumente österreichischer Volksmusiktradition in einem gänzlich anderen Licht. Die Kompositionen führen in eine Welt berührender Melodien, die sich nahtlos in feinstrukturierte Klanggewebe betten.
"sinnliche Kammermusik mit Freiraum für Improvisation"
Bernhard SCHIMPELSBERGER verbindet sehr erfolgreich indische und westliche Rhythmen in seiner Musik und lebt und wirkt derzeit in London.
Er widmet sich seit mittlerweile 10 Jahren den Studien bei Tablameister Suresh Talwalkar und bei Trilok Gurtu in Indien. Nach den regeln der indischen Meisterschüler-Tradition hat TAALIS 2 Jahre in Indien gelebt und setzt indische Rhythmuskonzepte auf seinem außergewöhnlichen Drumkit um. Intensive Konzerttätigkeiten mit führenden Musikern des progressiven "Asian Underground" in London (Nitin Sawney, Susheela Raman, Talvin Singh ...) sowie mit Musikern der indischen klassischen Musktradition.
CD-Rezension "Song from the Past"
Man wird aus Musik nicht schlau schon gar nicht aus "Song From the Past" von Abendstern.
Mit Song from the Past extrahiert das Trio Abendstern Klänge aus dem Wirkstoff musikalischer Tradition und zieht daraus neue Melodien wie Lösungen.
Wer die Repeat-Taste des CD-Players drückt, begibt sich in einen Kreislauf aus 11 Nummern, in dem der Anfang sein Ende nicht mehr finden mag. 11 miteinander verknüpfte Schleifen, von denen jede auch ganz für sich selbst bestehen könnte. So bleibt der Kreis unvollendet, wirkt vorübergehend, wie der tiefe, nächtliche Schlaf im festen Glauben an die Morgensonne und andauernd, wie eine in die Gegenwart hineinreichende Vergangenheit.
Konzentriert unter dem Kopfhörer klingt die Leichtigkeit der Improvisation in dichter Atmosphäre: Etwa das nachsichtige: Believe. Das vorsichtige: Whats Going Wrong? Oder immer noch, noch immer: Still Loving You. Und der epische Titelsong: Song From the Past. Das Wissen der Erfahrung, die eine leise Ahnung für die Zukunft gibt.
Ali Angerers Schläge am Hackbrett sind schwimmende Tropfen im Fluss von Bass und Akkordeon.Wo Hackbrett und Akkordeon ein Gewebe bilden, beginnt der Bass von Dietmar Hollinetz zu verdampfen. Schließlich jene Momente, in denen sich Christian Bakanics Akkordeon verflüchtigt und im Ohr liegt wie etwas Duftendes. - Reinhard Winkler