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Muay Thai / Kickbox:
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Muay Thai und Kickbox Geschichte:
Muay Thai Der Nationalsport der Thais
Thaiboxen oder Muay Thai soll bis auf das Jahr 1560 zurückgehen. Damals hieß Thailand noch Siam und befand sich im Krieg mit Birma. Als König Naresuen von Siam in burmesische Gefangenschaft geriet, versprach man ihm die Freiheit, wenn es ihm gelänge, die besten Kämpfer des Landes zu besiegen. Naresuen errang den Sieg und seine Freiheit. Das Thaiboxen wurde daraufhin zum Nationalsport. Es dauerte zwei Jahrhunderte, bis das Muay Thai seine Blütezeit erreichte. Zu jener Zeit kämpfte man frei, es gab keine Gewichtsklassen und nur wenige Regeln. Die Füße waren ungeschützt, Hände und Unterarme wurden teilweise mit Hanfseilen bandagiert. Die dadurch erreichte gefährliche Härte wurde oft noch durch das Tränken in Wasser verstärkt, auch zerstoßenes Glas wurde mit dem Einverständnis beider Kämpfer auf den Bandagen befestigt.
Ab den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde ein Regelwerk eingeführt und das Tragen von Boxhandschuhen vorgeschrieben, um das sehr harte Thaiboxen sicherer zu machen. Nach dem zweiten Weltkrieg erreichte es als Sport in Thailand immer größere Popularität und spielt dort als Volkssport eine ähnlich große Rolle wie hierzulande der Fußball. Muay Thai wird im ganzen Land trainiert und häufig im Fernsehen übertragen. Seit den 80er Jahren ist es als internationaler Sport anerkannt. Es gibt heute zigtausend professionelle Kämpfer. Das stark gesundheitsschädigende Profi-Training in den thailändischen Camps halten nur wenige länger als fünf Jahre durch.
Kurze Zusammenfassung: Kickbox
Kickboxen Wettkampfsport aus den USA
Das Kickboxen blickt auf weit weniger Tradition zurück. Es wurde in den 1970er Jahren in den USA als reiner Wettkampfsport entwickelt. Grundlagen lieferten Karate, Boxen und Taekwondo, überwiegend aus den ersten beiden wurden auch viele Regeln übernommen.
Wettkämpfe im Kickboxen finden im Leichtkontakt, Semikontakt oder Vollkontakt statt. Während beim Semikontakt nach jedem sauberen Treffer kurz abgebrochen wird und die Kampfrichter die Technik mit Punkten bewerten, zählt beim konditionell besonders fordernden Leichtkontakt die Anzahl der Treffer. Ein Sieg durch K.O. ist nur im Vollkontakt möglich.
In manchen Kickbox-Verbänden können die Trainierenden ähnlich wie beim Judo, Karate oder Ju-Jutsu Kyu- und Dan-Grade erreichen, die durch einen farbigen Gurt gekennzeichnet sind. Der schwarze Gurt entspricht dem ersten Meistergrad, dem Dan.
Techniken im Kickboxen und Muay Thai
Beide Kampfmethoden konzentrieren sich auf Schlag- und Stoßtechniken. Im Kickboxen werden Schlag- und Stoßtechniken mit traditionellem Boxen verbunden. Die Stile der Kämpfer sind unterschiedlich, meist wird eine stabile Doppeldeckung trainiert, aus welcher heraus gearbeitet wird. Tiefschläge sind grundsätzlich nicht erlaubt, jedoch sind beim Vollkontakt in manchen Verbänden Low-Kicks auf die Oberschenkel gestattet. Die Anwendung von Fußfegern, die das Gleichgewicht des Gegners brechen, oder Handdrehschlägen ist ebenfalls je nach Verband unterschiedlich geregelt.
Das Halten des Gegners im Clinch zieht eine Parallele zum Muay Thai. Der deutlichste Unterschied des Thaiboxens liegt in der häufigen Anwendung von Low-Kicks mit Schienbein oder Fuß. Diese sehr harten Tritttechniken werden im Muay Thai intensiv trainiert und sind für Ungeübte äußerst schmerzhaft. Im Gegensatz zum Kickboxen kommen auch Knie- und Ellbogentechniken in unterschiedlichster Ausführung zum Einsatz und sind auch zum Kopf erlaubt.
Sowohl im Kickboxen als auch im Muay-Thai sind Schläge in den Rücken, den Unterleib und auf den Hinterkopf verboten. Am Boden liegende Gegner dürfen ebenfalls nicht mehr geschlagen werden.
Schutzausrüstung wie Tiefschutz, Zahnschutz und Boxhandschuhe sind bei beiden Sportarten im Wettkampf vorgeschrieben. Beim Thaiboxen wird eine leichte kurze Hose getragen, für das Kickboxen gibt es spezielle lange Hosen.
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